Ängste in der Schwangerschaft

Ängste in der Schwangerschaft

Hallo ihr Lieben,

da es sich so viele von euch gewünscht haben, dass ich mal wieder einen Blogpost über meine Schwangerschaft veröffentliche, kommt hier endlich wieder einer. Heute möchte ich mit euch sehr ehrlich über meine aktuelle Gefühlslage sprechen, denn obwohl wir uns wahnsinnig auf unser Baby freuen, ist diese nicht immer nur 100% positiv.

Ich bin eigentlich kein ängstlicher, sondern ein sehr optimistischer Mensch. Und ich war dieser Schwangerschaft gegenüber von Anfang an auch super optimistisch eingestellt. Dennoch habe ich manchmal auch Tage (besonders jetzt wo es etwas dunkler und “herbstlicher” wird und man mehr Zeit zum Nachdenken hat), wo sich auch Ängste in mir bemerkbar machen.

Eigentlich hatte ich von Anfang an gewisse Ängste in meiner Schwangerschaft, vor allem in den ersten 12 Wochen. Denn wie einige von euch wissen, war ich Anfang des Jahres bereits schon einmal schwanger, was leider in einer Fehlgeburt endete. Genau heute am 26. September wäre ET unseres Babys gewesen 🙁 Obwohl wir extrem dankbar sind, dass es danach wieder so schnell geklappt hat und dass unser Sohn kerngesund zu sein scheint, ab und zu denkt man natürlich immer noch über das Kind nach, was heute auf die Welt hätte kommen sollen. Dieses Gefühl, dass einem plötzlich etwas genommen wird, auf das man sich so wahnsinnig gefreut hat, das wird man auch leider nicht mehr los 🙁 Und dieses Gefühl bzw. die Angst ist jetzt bei dem Kind natürlich auch sehr stark vorhanden. Ich hatte in den ersten Wochen auch richtige Albträume und habe geträumt, dass ich nicht mehr schwanger bin, ich das Kind wieder verliere etc.. Da es mir von der 6. bis zur 12. Woche so schlecht ging und ich mich mehrmals am Tag übergeben musste, haben diese Sorgen glücklicherweise später dann etwas nachgelassen. Denn ich hatte bei der ersten Schwangerschaft so gut wie gar keine Schwangerschaftsanzeichen. Daher führte ich die Übelkeit während dieser Schwangerschaft auf eine intakte Schwangerschaft zurück, was sich ja glücklicherweise später auch bestätigt hat.

Als wir dann die 13. Schwangerschaftswoche erreicht haben, ist uns auch wirklich ein sehr großer Stein vom Herzen gefallen! Eigentlich war das sogar schon zwei Wochen vorher, als wir unser Baby zum ersten Mal beim Ultraschall gesehen haben bzw. das Herzchen schlagen hören konnten. Das war ein unfassbar tolles und emotionales Gefühl! Denn so weit kam es bei unserem Kind vorher leider nicht und dieses Mal flossen definitiv ein paar Freundentränen.

Leider ist es aber so, dass die Ängste nach der 13. Woche nicht aufgehört haben. Man hangelt sich immer noch von einem zum anderen Arzttermin bzw. von Ultraschall zu Ultraschall. Weil mein Babybauch ja immer noch so winzig ist (morgens ist er quasi gar nicht vorhanden), waren wir uns ein paar Wochen nicht sicher, ob unser Sohn überhaupt richtig entwickelt ist. Glücklicherweise wurde uns beim letzten Ultraschall diese Angst etwas genommen, weil unser Kleiner sogar weiter entwickelt war, als er hätte sein müssen. Daher mache ich mir um die Größe meines Bauches nun keine Gedanken mehr, auch wenn ich mir teilweise schon wünschen würde, etwas “schwangerer” auszusehen, aber das kommt sicherlich noch 😀

Momentan befinde ich mich in der 22. Schwangerschaftswoche und nun mache ich mir gerade Gedanken, dass mein Baby nicht zu früh auf die Welt kommt. Ich weiß, das ist total bescheuert und es gibt auch wirklich keinerlei Anzeichen dafür, aber leider hört man ja ab und zu Horrorstories oder liest Frühchen-Geschichten auf Instagram etc. Der Neffe meines Freundes war auch ein Frühchen, daher ist das Thema nicht ganz so weit von uns entfernt. Ab der 22. Woche werden ja sogar bereits Kinder als Frühchen geboren, vielleicht beschäftigt mich das Thema deswegen gerade so. Wobei die Vorstellung natürlich krass ist, dass ein so kleines Menschlein bereits auf die Welt kommt. Daher halten wir die Luft an, dass unser Kleiner noch ganz lange in Mamas Bauch bleiben möge und es weiterhin keine Komplikationen gibt.

Später kommen dann sicherlich auch noch Ängste vor der Entbindung dazu, wobei diese bei mir ehrlich gesagt noch nicht vorhanden sind.

Habt ihr vielleicht Tipps wie man gegen seine Ängste in der Schwangerschaft vorgehen kann?

Meine Mutter, die immer die besten Ratschläge hat, meinte: “Jede Liebe bedeutet auch ein Risiko. Aber ohne das Risiko einzugehen, würde einem das schönste im Leben entgehen.” Und damit hat sie sowas von Recht!

Denn wir lieben unseren Kleinen schon jetzt und gehen dieses Risiko natürlich gerne ein. Übrigens lässt sich ihr Ratschlag auch auf Beziehungen übertragen, denn wer nicht riskiert zu lieben, der kann zwar auch nicht verletzt werden, aber dem entgeht auch das Allerschönste im Leben 🙂

Sorry, dass dieser Blogpost mal etwas nachdenklicher als sonst war, aber ich wollte einfach ehrlich euch gegenüber sein und anderen Frauen in einer ähnlichen Situation Mut machen. Ich freue mich auf einen regen Gedankenaustausch mit euch <3

Xoxo

Eure Maddi

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Kommentare

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Comments
  • Hazan26 September 2018
    Antworten

    Du bist sooo eine wahnsinnig tolle starke Frau! Hab gerade echt heulen müssen als ich das gelesen habe. Ich bin zwar nicht Schwanger / hatte (zum Glück) nie eine Fehlgeburt hinter mir, aber dennoch hab ich gerade soo mitgefühlt 😭 Immer positiv denken egal was ist, alles was du fühlst fühlt ja dein Baby auch mit 🌻

    Meine Liebe, ich wünsche euch alles alles Liebe für die kommende Zeit, viel Glück und Gesundheit, ich weiss du und dein Baby, ihr 2 seid jetzt schon so ein tolles Team, ihr packt das doch mit links ❤

    Fühl dich gedrückt ❤
    lg Hazan ❤

  • Angelika26 September 2018
    Antworten

    Ich glaube jede Schwangere kennt diese Ängste, die sich im Laufe der Schwangerschaft ändern, aber nie ganz weggehen! Ich glaube man ist auch so glücklich, dass man einfach Angst hat, dieses Glück könnte zu schön sein, um wahr zu sein! Und über die Gesundheit des eigenen Kindes macht man sich wohl von Anfang an immer irgendwie Sorgen, das sind die Mamagefühle in uns, die uns jetzt ein Leben lang begleiten werden 😉 Danke für deinen ehrlichen Blogpost, ich hab mich in deinen Worten wiedergefunden 🙂

    • Madeleine Schneider-Weiffenbach26 September 2018
      Antworten

      Das stimmt, diese Ängste hat man auch sicherlich, wenn man noch nie eine Fehlgeburt hatte. Und ja, du hast es auf den Punkt gebracht ❤️

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